"Spielplatz unterm Dach"

Foto: Brigitte Geiselhart

Foto: Brigitte Geiselhart

Sich mal sportlich so richtig auspowern und das auch bei widrigen äußeren Umständen – dazu hat’s am Samstag für die Grundschulkinder der Pestalozzi-Schule reichlich Gelegenheit gegeben. Schulsozialarbeiter Christian Kraus und Grundschulförderklassenerzieherin Alexandra Stötzner hatten zur Bewegungsaktion „Spielplatz unterm Dach“ in die beiden Schulsporthallen eingeladen – und viele Mädchen und Jungs ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen. Herzlich willkommen waren aber auch Geschwister und nicht zuletzt die Eltern, die sich ein Bild davon machen durften, wieviel Spaß ihre Kinder an der sportlichen Betätigung haben.
Ein toller Sportparcours mit Kästen, die es zu überwinden gilt, mit Reckstangen und Ringen, mit Kletterwänden, Trampolins, Schwebebalken, über die man balancieren darf, und vieles mehr: Klasse, was hier alles vorbereitet war – auch mit Hilfe von Neuntklässlern aus der Werkrealschule. „Ja, die Kinder haben viel Power – und gerade in der kalten Zeit fehlt es oft am Platz, um sich auszutoben“, weiß Christian Kraus. Der Tag sei auch als Baustein des Schulprojekts „Eltern stärken“ gedacht, bei dem es unter anderem um Themen wie gesunde Ernährung oder Hausaufgabenhilfe gehe.
Freiwillige Helfer wie Erik Zeller und Rene Nickodemus sind natürlich auch gern gesehen. „Wir haben zwar die Schule im vergangenen Jahr verlassen und sind jetzt in Ausbildung. Aber wir haben nach wie vor einen guten Kontakt zu Herrn Kraus und haben geholfen aufzubauen. Wir haben als Schüler hier gute Erfahrungen gemacht und freuen uns, auf diese Weise vielleicht etwas zurückgeben zu können“, sagen die beiden 17-Jährigen.
„Prima Aktion“, findet Igor König. „Sport ist in jedem Fall besser, als wenn die Kids die ganze Zeit vor der Glotze hocken“, meint der Vater von Erstklässler Vadim, der vor allem vom „Mutsprung“ begeistert ist. „Man muss versuchen, vom Kasten aus an die etwas entfernte Reckstange zu springen“, erklärt der Siebenjährige. Ebenfalls strahlende Augen bei der zehnjährigen Alena und ihrem siebenjährigen Bruder Aldi. „Super, so etwas sollte es öfters geben“, sagt Alena, die mit großem Eifer mit von der Partie ist – sehr zur Freude von Mutter Antigone Mucici.
„Ein klasse Angebot seitens der Schule“, sagt auch Sara Lattermann. „Man muss sich an so einem nasskalten Samstag wie heute nicht überlegen, was man mit den Kindern macht. Sie kommen hier voll auf ihre Kosten.“ Stimmt, wie ihre sechsjährige Tochter Jamila bestätigt. Sie demonstriert eindrücklich, wie toll es ist, eine an einer Sprossenwand eingehängte Bank hochzuklettern und anschließend wieder runterzurutschen. Klar, dass sie für ihre vierjährige Schwester Naima damit zum sportlichen Vorbild wird.
„Wirklich klasse. Hier kann man so richtig Gas geben“, lautet das zufriedene Urteil von Drittklässler Filip Krastev. Jetzt aber nichts wie rauf aufs Trampolin.


Quelle: Schwäbische Zeitung vom 18.12.2019, Artikel von Brigitte Geiselhart