Weil man gemeinsam mehr erreicht: Unsere Projektpartner

Für eines der größten Projekte der letzten Jahre erhielt die Pestalozzi-Schule 2012 den Zuschlag der Baden- Württemberg Stiftung. Unter dem Namen "Energiepavillon für Kinder" wird es momentan mit Unterstützung der Hochschule Karlsruhe - Fakultät für Architektur + Bauwesen, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, dem regionalen Handel und Handwerk und der Stadt Friedrichshafen verwirklicht.

Um was geht es bei "Energiepavillon für Kinder"? Die Baden-Württemberg-Stiftung setzt im Rahmen des Programms „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“ das Projekt „Licht und Wärme“ des an der Pestalozzi-Schule angesiedelten Vereins „Jugend in Arbeit“ um. Nach dem Prinzip „Nachhaltigkeit vorleben und aktiv erlernen" sollen Kinder sensibilisiert werden und Umweltbewusstsein erlangen. Innerhalb von drei Jahren werden Materialien für den Bau von bis zu zehn Energie-Pavillons sowie anteilige Personalkosten übernommen. Der Verein trägt einen Eigenanteil und wird vom örtlichen Handwerk und Handel, sowie von anderen Institutionen und Ehrenamtlichen tatkräftig unterstützt.

Die Grundidee wirkt zweifach: Zum einen erfahren Jugendliche durch den Bau der E-Pavillons eine praktische Berufsorientierung, die den Einstieg in Ausbildung und Arbeit erleichtert. Zum zweiten werden Kinder für das Thema „nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise“ geöffnet.

Ein Glücksfall war die Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Fakultät für Architektur + Bauwesen, ebenfalls Karlsruhe. Hier konnte ein Realisierungswettbewerb mit den Studierenden durchgeführt werden. Von Beginn an, waren die künftigen Nutzer im Fokus. In der Preis-Jury waren deshalb auch Kinder aus einer Karlsruher Kindertagesstätte vertreten. Der Siegerentwurf wurde mittlerweile, unter fachkundiger Anleitung des Projektmitarbeiters Herrn von Schumann, mit Jugendlichen gebaut. Die Lehrkräfte der Pestalozzi-Schule Herr Beißer, Herr Richter und Frau Ritchie zeichnen für die eingebaute Technik und das pädagogische Konzept verantwortlich.

Wie gelingt es nun, Vor- und Grundschulkinder, für das Thema „Erneuerbare Energien“ zu begeistern? In einem Gebäude, das Lern- und Erfahrungsort zugleich ist. Im „Energie-Pavillon“ ist die Nutzung der Energieformen direkt ableitbar. Folgende 4 Module stehen zur Verfügung:

- Nutzung der Sonnenenergie mit Hilfe von Photovoltaik
- Nutzung der Windenergie mit Hilfe eines Windgenerators
- Nutzung der Wasserenergie durch Sammeln von Regenwasser
- Nutzung der Muskelkraft im Laufrad und mit Handkurbelgeneratoren

Der Aufbau im Pavillon ist kindgerecht einfach gewählt. Elektrisches Spielzeug kann mit Hilfe von Kabel-Steckverbindungen an Steckdosen angeschlossen werden, die mit der Sonnenenergie, der Windenergie und Generatoren für die Muskelkraft verbunden sind. Steht die erneuerbare Energie zur Verfügung, kann sie direkt zum Antrieb des Spielzeugs genutzt werden. Ist dies nicht der Fall, müssen die Kinder die Energie selbst „erzeugen“, indem sie das Laufrad antreiben oder an einem Handkurbelgenerator drehen. Alle Steckdosen liefern dieselbe Spannung (6 V), so dass jedes Spielzeug an jeder Steckdose genutzt werden kann.

Die nächsten Schritte sind die Fertigstellung des pädagogischen Konzepts (Gebrauchsanweisung), die Produktion der Kleinserie (bis zu 10 Exemplaren) und die Aufstellung weiterer E-Pavillons in FN und Umgebung.

Weitere Projekte, die unsere Schülerinnen und Schüler individuell unterstützen sind: